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Warum werden Menschen einfach häufig so extrem überbewertet? (Projekt Rework 6)

Februar 19, 2012 No Comments »
Warum werden Menschen einfach häufig so extrem überbewertet? (Projekt Rework 6)

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„Es ist gut, dass sie denken, Sie werden Ihre Arbeit verlieren. Das ist aufregend. Machen Sie The Work, leben Sie The Work, öffnen Sie die Augen und erkennen Sie: Wenn Sie ihre Arbeit verlieren, wartet etwas Besseres auf Sie.“ (Byron Katie)

Überbewertung im Business

Rework (6) – ie schaffe ich es möglichst nicht zu schnell zu wachsen und zum Workaholic und Burnout zu kommen?
Urheberrecht: fatido
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Hochgeladen am:18. August 2011

Zu unserer Gesellschaft gehört es wohl, und vielleicht war es in früheren Zeiten auch nicht viel anders, dass Menschen andere Menschen hochschreiben oder runterschreiben. Oder soll ich besser sagen hochloben und runtermäkeln?

Ich schaue in die Presse und in letzter Zeit merke ich ich immer mehr, dass ich denke: “ Vollkommen überbewertet das ganze!“ Ein schönes Beispiel ist derzeit diese komische Berlinale. Braucht kein Mensch das Teil. Bringt mich das oder die deutsche Gesellschaft irgendwie nach vorne? Ich sehe es nicht.

In unserer sog. Leistungsgesellschaft scheint es so zu sein, dass viele Menschen gerne an die Grenzen gehen. Als wenn Arbeit und Berühmtheit alles wäre.

Mir fällt dazu immer die Geschichte vom Großen und Kleinen Orpheus von Bert Hellinger ein.

Arbeit ist wichtig. Ohne Zweifel, weil wir dem Leben darin einen Sinn geben und uns verwirklichen können. Doch die Bewertung der Menschen, die bei irgendwelchen Medien arbeiten und meinen Sie würden die Gesellschaft echt nach vorne bringen, fördert die Arbeitsucht.

Workaholics und Überbewerter lösen keinerlei Probleme, sondern schaffen eher welche. Ist dann wieder gut für die Psychotherapeutenbranche, aber schlecht für das normale Krankenkassenmitglied. Krankenkassen sind im übrigen genauso überbewertet.

Geistiges Dumpfsein und Sinnentleerung soll durch brachiale Gewalt ausgeglichen werden. Wer keinen Plan hat, braucht sich um die Folgekosten nicht zu sorgen.

Durch diese völlige Überbewertung von irgendwelchen normalen Menschen, die vllt. mal grade was nettes geleistet haben entsteht eher ein Ungleichgewicht. Die eine Seite fühlt sich schlecht und die andere bis zum Zusammenbruch als Held und Krieger auf der Jagd.

Bei Carlos Castaneda in der Brujo-Branche führt sein Mentor Don Juan, dem Überbewertung ziemlich egal war, die Idee vom Tod als Ratgeber ein. Macht Sinn, weil das Finale unbestechlich ist. Jeder räumt seinen Platz auf diesem Planeten irgendwann mal und ob man/frau dann inkarniert und nochmal ran darf steht auf einem anderen Blatt.

Manchmal denke ich, wie es wäre wenn alle nach diesem Prinzip aus der „Reise nach Ixtlan“ leben würden?

Viel weniger Hype. Wachstum wäre nicht mehr das Nonplusultra und es gäbe deutlich weniger Workaholics und vielleicht keine nervigen Journalisten bei nervigen Zeitungen und Fernsehsendern mehr. Und olle FDP-Rösler wäre arbeitssuchend.

Wenn man es zu sehr darauf anlegt berühmt zu werden und Kleinheit nicht mehr aushält, kann man keine vernünftigen Entscheidungen mehr treffen. Man wird schnell stulle.

Und am Ende steht Erschöpfung. Und dann kommt man zurück und der Burnout ist kuriert. Wer so völlig blödsinnig fokussiert hat einfach null verstanden.

Der wahre Held ist längst daheim und hat seine Arbeit schon cool und intelligent gemacht und freut sich, dass der Strassenverkehr ohne ihn stattfindet.

Ach ist das schön, dass es Blogs gibt und WordPress ist einfach nice. Seitdem kann ich schreiben was ich will.

„Probieren Sie es stattdessen mal mit Weaklands Law. Bringt mehr und ist ziemlich kraftvoll.“

Oder vielleicht wollen Sie sich selbst bestrafen?

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